Bärlauch-Dinkel-Ciabatta

01.05.2020

Ich hab´ mal wieder italienische Ciabatta gebacken und die schmeckt soooooooo köstlich kann ich dazu nur sagen! Da ich in diesem Frühjahr wirklich seeeeeehr viel Bärlauch gesammelt habe, musste ich nun wirklich noch den letzten Rest verarbeiten. Also, nicht lang überlegt ... ratz-fatz den wilden Knobi gehackt und ab damit in den Ciabattateig gegeben. Das war definitiv eine gute Entscheidung, denn wir alle waren komplett begeistert von dem Ergebnis. Die Ciabatta habe ich dieses Mal mit einer Mischung aus Hefe und meiner heißgeliebten Lievito Madre gebacken. Außerdem habe ich Dinkelmehl verwendet, das gibt einen schönen nussigen Geschmack und passt perfekt zum wilden Knobi. Das italienische Brot ist natürlich ein klasse Begleiter für jeden Grillabend. Und wenn die geliebte Bärlauchzeit sich nun dem Ende neigt, kannst du auch mal so eine leckere Ciabatta mit anderen Kräutern zubereiten. Von Thymian bis Rosmarin eignet sich wirklich fast jedes Kraut dazu. Schau dir  schnell mein Rezept an und die einzelnen Schritte, des Dehnen und Falten, kannst du dir gern HIER anschauen. Eine Ciabatta wird nämlich nicht großartig geknetet, sondern einfach gedehnt, gefaltet und in Form gezogen. So erhält sie eine grobe Porung, die sie so besonders macht. Probier´s mal aus und viel Spaß dabei!

Zutaten

  • 10g frische Hefe
  • 70g Lievito Madre
  • 350g lauwarmes Wasser
  • 100g Dinkel-Vollkornmehl
  • 400g Dinkelmehl Type 1050
  • 12g Bärlauch-Gewürzsalz (alternativ Meersalz)
  • 30g frischer Bärlauch
  • 1 EL Olivenöl

Rezept

  1. Zuerst nimmst du eine große Schüssel, gibst Hefe, Lievito Madre und Wasser hinein und vermengst es kurz miteinander.
  2. Dann wäschst du den Bärlauch und entfernst die Stiele von den Blättern.
  3. Danach tupfst du die Blätter trocken und hackst sie fein.
  4. Dann gibst du alle weiteren Zutaten in die Hefemischung und verknetest sie zu einem zusammenhängenden Teig.
  5. Danach fügst du den gehackten Bärlauch zu und mischt ihn unter.
  6. Nun ziehst du eine Klarsichtfolie über die Schüssel und stellst sie an einen warmen Ort.
  7. Nach ca. 1 Stunde hat sich das Volumen des Teiges deutlich  vergrößert und du gibst ihn vorsichtig auf eine bemehlte Arbeitsfläche.
  8. Dort wälzt du ihn einmal von allen Seiten im Mehl hin und her und teilst ihn in drei gleichgroße Stücke.
  9. Dann dehnst und faltest du jedes Stück alle 30 Minuten einmal (einmal vorsichtig auseinanderziehen, nicht plattdrücken, dann von jeder Seite einmal falten, wie bei einem Briefumschlag).
  10. Diesen Vorgang wiederholst du insgesamt vier Mal (also insgesamt sollte der Teig innerhalb 2 Stunden rasten, gedehnt und gefaltet werden).
  11. Danach ziehst du die Teigstücke in die Länge und legst sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
  12. Nun deckst du die Teiglinge mit einem Tuch ab, heizt den Backofen auf 240 Grad Ober- und Unterhitze vor und stellst eine Schale mit Wasser auf den Ofenboden.
  13. Sobald das Wasser sprudelnd kocht und die Teigstücke schön aufgegangen sind (je länger sie liegen und ruhen, desto besser) schiebst du sie auf die mittlere Schiene in den heißen Ofen.
  14. Nach ca. 20-25 Minuten kannst du sie herausnehmen und auf einem Holzbrett abkühlen lassen.
  15. Dann kannst du sie nach Belieben genießen.

Guten Appetit!