Knusprige Franzbrötchen

21.02.2018

Moin, moin ... hast du Lust auf leckere Franzbrötchen? Also, ich bin dabei, allerdings sei vorab erwähnt, dass die Herstellung eines richtigen Plunderteiges schon ziemlich aufwendig ist. Er benötigt sehr lange Ruhephasen und muss auch ziemlich viel gerollt und gefaltet werden. Das ist aber unbedingt notwendig, damit er seine schöne Blättrigkeit erhält. 

Das Franzbrötchen ist ja ein Hamburger Original und ein absolutes MUSS, wenn man die Hansestadt besucht. Die süßen Dinger sind so megalecker und haben dementsprechend einen extrem hohen Suchtfaktor. Sie erinnern stark an das französische Crossaint und wurden wohl auch deshalb so benannt. Der Geschichte nach, soll ein Hamburger Bäcker, das erste Franzbrot um 1814 in der Pfanne gebacken haben. Gefüllt mit Zucker und Zimt sind sie überwiegend in der Hamburger Region bekannt. Und weil ich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr dort war, muss ich sie halt selbst backen. Das solltest du allerdings auch einmal probieren, die Mühe und die lange Wartezeit lohnen sich voll und ganz. Ich wette, du und deine Lieben werden hin und weg sein ... Allein der wahnsinnig gute Duft, der durch´s ganze Haus strömt, wenn sie im Ofen sind, wird euch alle dahinschmelzen lassen. Lass dir die Franzbrötchen nicht entgehen und schau´ dir meine Rezeptanleitung dazu an. Viel Spaß dabei!

Zutaten

Für den Teig

  • 30g frische Hefe
  • 30g brauner Zucker
  • 300ml kalte Milch
  • 1 Eigelb
  • 50g Butter
  • 500g Weizenmehl Type 405
  • 10g Salz

Für die Butterplatte

  • 250g sehr weiche Butter
  • 30g Mehl

Für die Füllung

  • 20g flüssige Butter
  • 100g brauner Zucker
  • 1 EL Zimt

Rezept

  1. Zuerst nimmst du eine große Schüssel und löst die Hefe in Milch auf.
  2. Danach fügst du die weiteren Zutaten hinzu und verknetest sie zu einem Teigkloß (das kannst du mit einem Handrührgerät und Knethaken machen). 
  3. Nun läßt du den Teig 12 Stunden, mit Folie abgedeckt, im Kühlschrank ruhen.
  4. Dann stellst du die Butterplatte her. Dazu vermengst du einfach die weiche Butter mit Mehl, streichst die Masse anschließend auf eine Folie oder auf ein Stück Backpapier (ca. 20x20cm) und legst sie ebenfalls für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank.
  5. Am nächsten Tag verarbeitest du den Plundertag weiter und gibst ihn auf eine bemehlte Arbeitsfläche.
  6. Dort rollst du ihn zu einem großen Rechteck aus (ca. 50x25cm) und legst die Butterplatte in die Mitte.
  7. Nun schlägst du die Teigränder mittig übereinander, so dass die Butterplatte komplett mit Teig bedeckt ist und drei Lagen entstehen.
  8. Danach  läßt du das Teigstück für 15 Minuten auf der Arbeitsfläche ruhen, dann mehlst du es ein, rollst es noch einmal aus und faltest es erneut von einer Seite in die Mitte und legst die andere Seite dann darüber, so dass wieder drei Lagen entstehen.
  9. Diesen vorgang vom Ausrollen und Falten wiederholst du dreimal, dann wickelst du das gefaltete Teigstück in Klarsichtfolie ein, legst es in eine Schüssel und gibst es für 24 Stunden in den Kühlschrank.
  10. Nach der Ruhephase kannst du den Plunderteig fertigstellen und holst ihn aus dem Kühlschrank, dann gibst du ihn auf eine bemehlte Arbeitsfläche und beginnst ihn zu einem Rechteck auszurollen und wieder zu falten.
  11. Das machst du dreimal, bis der Teig etwas weicher und wärmer wird.
  12. Zum Schluss rollst du ihn ca. 1cm dick aus zu einem ziemlich großen Rechteck von ca. 75x25cm.
  13. Dann pinselst du die flüssige Butter auf die Teigplatte, mischst Zucker und Zimt und streust die Mischung großzügig darüber.
  14. Nun schneidest du die Teigplatte in der Mitte durch und beginnst von der Längsseite die Teigstücke aufzurollen.
  15. Diese schneidest du dann in ca. 5cm große Trapeze und setzt sie in großen Abständen auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche.
  16. Danach heizt du den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vor.
  17. Jetzt nimmst du einen Kochlöffel und drückst den Stiel einmal mittig in jedes Teigtrapez, so dass die typische Form für die Franzbrötchen entsteht.
  18. Ein letztes Mal läßt du sie dann für eine halbe Stunde ruhen, bevor du sie in den heißen Ofen schiebst.
  19. Nach 20 Minuten sind sie schön goldgelb gebacken und du kannst sie  herausnehmen und sofort genießen.

Guten Appetit!