Knuspriges Sauerteig-Malzbrot

05.06.2021

Erstmal vorne weg ... DIESES BROT MUSST DU PROBIEREN!!! Ich habe den Brotteig mit selbstgezüchtetem SAUERTEIG und gaaaaaaaanz wenig Hefe zubereitet, dann über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen, am nächsten Morgen geformt und dann in den Ofen geschoben. Diese Art ein Brot selbst herzustellen, ist wohl die einfachste und erfordert keinen großen Arbeitsaufwand. Denn wie sagt man doch so schön? In der Ruhe liegt die Kraft! Und genauso ist es auch bei einer langen Teigführung, die man beim Brot- Brötchen- oder Baguettebacken einsetzt. Die Hefe bzw. Sauerteig kommt  in dieser Zeit so richtig auf Hochtouren und erledigt den größten Teil der Arbeit. Und  das sogar, wenn der Teig im Kühlschrank über Nacht gelagert wird. Das Prinzip ist ganz einfach: Gibt man Hefe viel Zeit, dann benötigt man nur einen kleinen Teil davon und wenn es schnell gehen muss, dann nimmt man etwas mehr. Ich bevorzuge allerdings immer Sauerteige im Brotteig, denn durch sie bekommt das Brot einen wunderbaren Geschmack und es bleibt länger frisch. Die Herstellung von diversen Sauerteigen findest du in meiner Rubrik: "BROT, BRÖTCHEN, SAUERTEIGE" da kannst du dich gern mal schlau machen, falls du dich noch nicht so gut damit auskennst :-) Ansonsten schlage ich jetzt vor, dass du einfach mal auf´s Rezept schaust und dir die Zutaten besorgst. Viel Spaß beim Nachbacken und gutes Gelingen! 

Zutaten

  • 75g Sauerteig  (alternativ Fertigprodukt aus dem Handel)
  • 1g frische Hefe
  • 1 EL Wasser
  • 350ml Malzbier
  • 500g Weizenmehl Type 812 (alternativ T1050)
  • 12g Meer- oder Steinsalz

Rezept

  1. Zuerst gibst du Sauerteig mit Hefe und 1 EL Wasser in eine große Schüssel und verrührst die Zutaten miteinander, bis die Hefe sich darin aufgelöst hat.
  2. Dann gießt du Malzbier hinzu und mengst das Mehl unter (das kannst du mit einem Handrührgerät und Knethaken machen oder einer Küchenmaschine).
  3. Jetzt streust du das Salz in den Teig und knetest ihn ca. 3 Minuten gut durch.
  4. Danach lässt du ihn in der Schüssel, deckst ihn mit Klarsichtfolie ab und stellst ihn für mindestens 12 Stunden kalt (am besten machst du dies einfach über Nacht).
  5. Am nächsten Tag nimmst du den Teig aus der Schüssel, gibst ihn auf eine bemehlte Arbeitsfläche und wirkst ihn rund zu einem Brotlaib.
  6. Dann legst du ihn mit dem Schluß nach oben (entweder in ein Gärkörbchen oder in eine Schüssel, die du mit einem Geschirrtuch auslegst) und lässt ihn 1 Stunde darin ruhen.
  7. Währenddessen heizt du den Backofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze oder 240 Grad Umluft vor, stellst ein mit Wasser gefülltes Gefäß auf den Ofenboden und legst einen Backstein hinein (falls du einen besitzt).
  8. Nach der Teiggare, stürzt du den Brotrohling, vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und schneidest ihn ein (mittig oder mit Muster, ganz, wie du es möchtest).
  9. Danach schiebst du ihn in den heißen Ofen auf die mittlere Schiene.
  10. Nach 10 Minuten reduzierst du die Temperatur auf 200 Grad und lässt das Brot weitere 35 Minuten backen.
  11. Sobald es schön aufgegangen und knusprig, braun gebacken ist, kannst du es herausnehmen und auf einem Rost abkühlen lassen.
  12. Danach kannst du es anschneiden und direkt genießen.

Guten Appetit!