Knuspriges Sauerteig-Ruchbrot

Für mich gibt´s echt nichts besseres, als täglich neue Rezepte auszutüfteln, um dann frische Brote daraus zu zaubern. Ich liebe einfach so sehr das Brotbacken, dass es seit vielen Jahren zu meinem Alltag gehört und auch nicht mehr wegzudenken ist. Aus diesem Grund leben in meinem Kühlschrank diverse Sauerteige, die immer wieder für das Brotbacken eingesetzt werden, so, wie heute bei diesem tollen Ruchbrot.

Eines meiner Lieblingsmehlsorten ist das Schweizer Ruchmehl. Es ähnelt dem deutschen Weizenmehl Type 1050 und wird ebenfalls aus Weizen bzw. Dinkel gewonnen. Da es einen höheren Gehalt der äußeren Schalenschicht besitzt, ist das Ruchmehl gesund und enthält dadurch einen größeren Anteil an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. Ein Ruchbrot sieht aus wie ein dunkles Weizenmischbrot, besitzt aber eher die guten Werte eines Vollkornbrotes. Es wird überwiegend für grobporige Brote verwendet und benötigt deshalb eine lange Teigführung. Es ist kräftig im Geschmack und somit ein absoluter Volltreffer unter den Broten. Kurz gesagt, mir schmeckt´s ausgezeichnet und meiner Family auch! Also, spricht doch nichts dagegen, dass du es nicht auch probieren könntest, oder?

Ich zeige dir nun, wie auch du dein richtig knuspriges, grobporiges Sauerteig-Ruchbrot herstellen kannst. Schau´ dir gut die Fotoanleitung dazu an und versuch´s einfach mal. Es ist wirklich nicht schwierig, die Teigruhe macht so ziemlich die meiste Arbeit schon allein.

Viel Spaß beim Nachbacken!

Zutaten

Für den Vorteig

  • 100g Bio Sauerteig  (ich habe Dinkelsauer verwendet)
  • 1 EL Honig
  • 100ml Wasser
  • 100g Bio Dinkelvollkornmehl

Für den Haupteig

  • 1g frische Hefe (nicht größer als eine Kidneybohne)
  • 150g Magerquark
  • 300ml Wasser
  • 250g Bio Ruchmehl
  • 250g Bio Weizenmehl Type 550
  • 1 TL gemahlenes Brotgewürz
  • 2 TL Meersalz

Rezept

  1. Zuerst vermengst du, in einer großen Schüssel, die Zutaten für den Vorteig miteinander und lässt sie abgedeckt für 1 Stunde bei Zimmertemperatur quellen.
  2. Sobald einige Bläschen auf dem Teig zu sehen sind, fügst du die restlichen Zutaten dazu und verknetest alles zu einem weichen, klebrigen Hauptteig (das kannst du ganz einfach mit einem Löffel machen).
  3. Nun ziehst du eine Klarsichtfolie über die Schüssel und stellst sie für die über Nacht-Gare in den Kühlschrank (mindestens 12 Stunden lang).
  4. Am nächsten Tag holst du die Schüssel heraus und gibst den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche.
  5. Dort wälzt du ihn zunächst im Mehl hin und her, drückst ihn dann mit den Händen flach und faltest ihn quadratisch (wie in der Anleitung).
  6. Nach dreimaligem Flachdrücken und Falten lässt du den Teig für eine Stunde auf der Arbeitsfläche ruhen (dabei legst du ein Bäckerleinen oder Geschirrtuch darüber).
  7. Nach der Ruhephase faltest du ihn erneut dreimal, danach wirkst du ihn zu einem ovalen oder runden Laib, mehlst ihn gut ein, legst ihn mit dem Schluss nach oben und lässt ihn dort weitere 60 Minuten garen.
  8. Zwischenzeitlich heizt du den Backofen auf 240 Grad, Ober- und Unterhitze, vor und stellst eine Schüssel oder Tasse mit heißem Wasser auf den Ofenboden.
  9. Jetzt stürzt du den Rohling auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, schneidest ihn in der Mitte und an den Rändern mehrfach mit einer Klinge oder scharfem Messer ein und schiebst ihn auf die mittlere Schiene in den heißen Ofen.
  10. Nach 10 Minuten öffnest du ganz kurz die Ofentür zum Abdampfen, schließt sie wieder und verringerst die Temeratur auf 200 Grad.
  11. Nun lässt du das Brot gute 40-45 Minuten weiterbacken.
  12. Wenn es schön braun und knusprig aussieht, kannst du es herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen (wenn du auf die Unterseite des Brotes klopfst und es hohl klingt, ist es durchgebacken).
  13. Sobald es abgekühlt ist, kannst du es anschneiden und genießen.

Guten Appetit!